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Psychotherapie
Glofke-Schulz

Meine Arbeitsweise


Grundsätzlich führe ich verhaltenstherapeutische Behandlungen im Sinne der Psychotherapie-Richtlinien (Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen) durch. Die Orien­tierung an einer bestimmten therapeutischen Richtung bzw. Schule kann und darf dennoch niemals ein engstirniges Scheuklappendenken zur Folge haben, das im übrigen wissenschaftlich längst überholt ist und den Störungsbildern unserer Zeit nicht gerecht würde.

Zahlreiche Studien belegen zudem eindrucksvoll, dass der Erfolg einer psychotherapeutischen Behandlung weit weniger von der ausgewählten therapeutischen Schule oder Behandlungstechnik (z.B. Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie oder Psychoanalyse) abhängt als von der Persönlichkeit des Therapeuten und vom Gelingen einer entwicklungsfördernden therapeutischen Beziehung. Indem unsere Lebensbedin­gungen (gesellschaftlicher, materieller, ökologischer, spiritueller Art) fortgesetztem Wandel unterliegen, verändern sich auch die Störungsbilder und seelischen Nöte, die Menschen in die Psychotherapie bringen. An uns professionelle Helferinnen und Helfer stellt diese Tatsache hohe Anforderungen, müssen wir unser Vorgehen doch stets von neuem überdenken, um unseren Patientinnen und Patienten weiterhin gerecht werden zu können. Grundvoraussetzung ist unsere Bereitschaft, lebenslang an unserer persönlichen und therapeutischen Identität zu arbeiten und unsere ethischen Standards zu hinterfragen.

Weiter braucht es langjährige und vielfältige Berufs­erfahrung sowie breit gestreute und fundierte psychotherapeutische Wei­terbildungen mit genü­gend Selbst­erfahrungsanteilen.
Deshalb habe ich mehrere psychotherapeutische Ausbildungen absolviert mit dem Ziel, die dort gewonnenen Einsichten und Methoden zu einem sinnvollen Ganzen zu vereinen. Gerade die Verhaltenstherapie und die Transaktionsanalyse stellen aus meiner Sicht sehr gute integrative Rahmenkonzepte zur Verfügung, in die vielfältige andere Denkansätze fruchtbar eingefügt werden können. Entspannungsverfahren und imaginative Methoden runden ein solches Vorgehen ab.

Letztlich gibt es so viele Therapiemethoden wie Patientinnen und Patienten, denn die Gestaltung jeder therapeutischen Arbeit hängt ganz und gar von den Bedürfnissen und Nöten des einzelnen Menschen, der zu mir kommt, und den Erfordernissen der aktuellen Situation ab. Von standardisierten Vorgehensweisen, etwa vorgefertigten Behandlungsmodulen, nehme ich in aller Regel Abstand.

Als besonders hilfreich hat sich nach meiner Erfahrung erwiesen, sich in der gemeinsamen Arbeit nicht ausschließlich und einseitig auf die vorhandenen Probleme, Nöte und Defizite zu konzentrieren, sondern darüber hinaus Kraftquellen (Ressourcen), gesunde Persönlichkeitsanteile und Fähigkeiten aufzuspüren und zu stärken (Salutogenese). Eine solche Sichtweise macht es leichter, konstruktive Lösungen zu finden.